Home Aktuelles Über Uns Geräte & Technik Einsätze Ratgeber Galerie Kontakt
© 2004 - 2017 FFN

Atemschutz

4 Pressluftatmer Auer AirMaXX
Atemschutzgeräte bieten den Feuerwehrleuten bei ihren Einsätzen Schutz vor gefährlichen Atemgiften, welche beispielsweise durch einen Zimmerbrand entstehen, sowie einem Mangel an Sauerstoff. Der Feuerwehrangehörige muss aber, bevor er diese erweiterte Schutzausrüstung anlegen darf:  ●  Mindestens 18 Jahre alt sein.  ●  Eine gute Körperliche & geistige Verfassung besitzen      (Ärztliche Untersuchung notwendig).  ●  Den Atemschutzgeräteträgerlehrgang besucht haben  Auf dem Atemschutzgeräteträgerlehrgang wird den Teilnehmern das nötige Grundwissen für einen solchen Einsatz, sowie der Umgang mit dem Atemschutzgerät vermittelt. Im Kreis Germersheim findet dieser Lehrgang zweimal im Jahr in Rülzheim statt. Der Lehrgang besteht aus:  ●  einem theoretischem Teil - Atemorgane, Aufbau von Masken und Geräten, Atemgifte  ●  einem praktischem Teil -  Umgang mit Atemschutz , absuchen von Räumen usw. Das Highlight dieses Lehrganges ist der Brandsimulationscontainer der Werksfeuerwehr Daimler Germersheim, indem die Teilnehmer die Temperaturen, welche beispielsweise bei einem Zimmerbrand entstehen, nachempfinden können. Anschließend werden die Geräteträger in den einzelnen Einheiten weiter ausgebildet. Diese zusätzlichen Übungen beinhalten unter anderem den richtigen Umgang mit den Strahlrohren, Suchtechniken, das Fortbewegen unter sehr schlechter Sicht oder auch die Arbeit mit der Wärmebildkamera. Sind alle Vorraussetzungen gegeben, darf der Feuerwehrmann auch unter realen Einsatzbedingungen schweren Atemschutz oder Filtermasken tragen. Der Umluftunabhängige Atemschutz wird z.B bei Einsätzen mit starker Rauchentwicklung, Gefahrgütern oder bei Sauerstoffmangel eingesetzt. Der Feuerwehr Neuburg stehen 4 Atemschutzgeräte der Fa. MSA Auer vom Typ AirGo in Überdrucktechnik zur Verfügung. Die Stahlflaschen haben einen Inhalt von 6L bei 300bar, dies entspricht ungefähr 1800 Litern Atemluft. Der Einsatz unter Atemschutz gehört zu den gefährlichsten Aufgaben der Feuerwehr, immer wieder kommt es dabei zu schweren und mitunter tödlichen Unfällen. Um den Atemschutzgeräteträgern mehr Sicherheit zu geben, wurden einige Geräte und Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. So wurden so genannte Totmannwarner an den PA-Geräten angebracht. Sollte ein Feuerwehrmann das Bewusstsein verlieren ertönt nach ca. 30 Sekunden ein sehr lauter Alarmton der sich nur mit einem Schlüssel abschalten lässt.  Ebenfalls am PA-Gerät wurde ein Notblitz installiert der starke Lichtblitze aussendet. Auch das führt zu einem schnelleren Auffinden des Verunfallten. Als weiteren Zusatz führen die Atemschutzgeräteträger eine Rettungsschere am PA-Gerät mit, um sich oder andere im Notfall z.B aus einer Leine oder einem Kabel freizuschneiden. Um die Sicht etwas zu verbessern und trotzdem beide Hände frei zu haben, tragen Sie noch jeweils eine so genannte Knickkopflampe bei sich.
Atemschutzüberwachung Geht ein Trupp unter Atemschutz in den Gefahrenbereich vor, ist das eine enorme Stresssituation. Es gibt sehr viele Dinge die dabei beachtet werden müssen. Ganz wichtig ist dabei natürlich der Vorrat an Atemluft. Jedoch kann es schnell vorkommen das während des Vorgehens der Druck in Vergessenheit gerät. Deswegen wird eine so genannte Atemschutzüberwachung eingerichtet. Diese notiert sich alle relevanten Daten des Trupps, z.B Namen, Flaschendruck, Uhrzeit usw. Um den Überwachenden zu entlasten wurden Dräger Regis 300 Atemschutzüberwachungstafeln beschafft. Diese schlagen Automatisch Alarm wenn eine bestimmte Zeit abgelaufen ist. Der Überwacher ruft dann den Trupp über Funk und lässt sich den Druck durchgeben. Er sieht so den Restdruck und die verbleibende Einsatzzeit, ggf. kann er den Trupp darauf hinweisen das er jetzt den Rückzug anzutreten hat.